zusammengestellt
von Dr. Robert Hatzl
(1. Dan, Trainer HSV Wr. Neustadt)
Die historische Entwicklung
Judo Entwicklung vom Ju-Jitsu zum Ju-Do:
Der heute unter dem einfachen Namen Judo bekannte Sport sollte richtigerweise eigentlich Kodokan-Judo genannt werden. Kodokan-Judo basiert auf dem traditionellen Ju-Jitsu (oder Ju-Jutsu) des alten Japans. Die früheren Techniken wurden dabei verfeinert, systematisiert und zu einem Ideal verschweißt. Kodokan-Judo hat dabei aber «Jitsu» (Kunst oder Technik) auch zum «Do» (Weg oder Prinzip) erhoben.
Was heißt das nun und was war Ju-Jitsu als Vorläufer des Judo? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir einen kurzen Blick auf die japanische Geschichte werfen:
Als mit dem Ende der Heian-Zeit (794-1185) eine Periode des Blutvergießens und nahezu ununterbrochener Kriege anbrach, begann der Aufstieg der Samurais. Dieser hierarchisch gestufte Kriegeradel lief dem früheren Hofadel zunehmend den Rang ab. Die Samurai waren dabei durch einen unbeugsamen, ethischen Ehrenkodex (Bushido = "Weg des Kriegers") auf Gedeih und Verderb an ihre Herren gebunden. Sie entwickelten streng ritualisierte Kriegskünste (Bu-Jutsu), mit zahlreichen bewaffneten oder waffenlosen und oft geheimen Kampftechniken. Ken-Jutsu oder To-Jutsu (Schwertkunst), Kyu-Jutsu (Bogenschiessen), Kumiuchi (Nahkampf) usw. gelangten zu großer Bedeutung.
Verschiedene Umstände führten nun zum Aufstieg und zur Entwicklung von Ju-Jitsu:
Offenbar
hatte es seinen Ursprung im « Kumi-uchi» (Nahkampf) auf dem Schlachtfeld, wobei
die dort entwickelten Techniken zu einem System zusammengefasst wurden.
Es
entstand eine spezielle Kampfart ohne Waffen, wenn Krieger und Samurai keine
Schwerter zur Hand hatten, oder wenn sie ihre Gegner überwältigen wollten, ohne
sie ernsthaft zu verletzen oder sie zu töten. Bestand diese Notwendigkeit, so
kamen Stöße, Tritte, Würfe und Gelenkhebel zur Anwendung, die studiert und
weiterentwickelt wurden.
Mehrere
Jahrhunderte lang war es dem Volk streng untersagt, irgendwelche Waffen zu
tragen. Um sich aber gegebenenfalls doch verteidigen zu können, lernte auch das
"gewöhnliche" Volk sich mit bloßen Händen zu wehren.
Ju-Jitsu war am Anfang unter gut einem Dutzend verschiedener Namen bekannt, wie z. B. "Yawara", "Tai-Jutsu", "Wa-Jutsu", "Torite", "Kogusoku", "Kempo", "Yoroi Kumi-uchi", usw. Es gab verschiedene Schulen (Ryu), die sich durch ihre besonderen Eigenheiten voneinander unterschieden. Allgemein darf aber Ju-Jitsu als eine "Kunst von Angriff und Verteidigung ohne oder gelegentlich mit Waffen, gegen Gegner mit oder ohne Waffen" bezeichnet werden.
Als eine der ältesten Ju-Jitsu-Schulen überhaupt wird die Take-no-uchi Ryu genannt, welche um 1532 in einem kleinen Bergdorf in der Provinz Okayama gegründet wurde.
Es liegt in der Natur der Sache, dass die verschiedenen Kriegskünste nach dem Namen der verwendeten Waffen oder den Methoden, wie sie gebraucht wurden, ihre Bezeichnung erhielten. Die einzige Ausnahme bildet Ju-Jitsu, dessen Name vom Prinzip seiner Technik herrührt und ja nicht eine eigentliche Technik selbst bezeichnet. Das heißt, die Ju-Jitsu-Schulen wählten das Wort "JU" (sanft, geschmeidig) für die Bezeichnung ihrer Kunst, weil sie damit betonen wollten, dass alle gute Technik auf dem Prinzip "Das Sanfte beherrscht das Starke" basiert. Das Zeichen "JU" (oder "Yawara") hat eine ganze Anzahl von Bedeutungen. Es kann heißen: sanft, weich, mild, geschmeidig; es kann aber auch als fügsam, unterwürfig oder harmonisch ausgelegt werden.
Ju-Jitsu meint demnach eine Gruppe von Kampftechniken, welche zusammengefasst, als "sanfte Kunst", bezeichnet werden kann da JU das Gegenteil von "hart" (Kampfkunst mit Waffen) bedeutet. Den Höhepunkt erlebte Ju-Jitsu gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als es während de Tokugawa-Zeit mehrere hundert verschiedene Schulen (oder Systeme) gab und viele ihrer Lehrer berühmt wurden. Die Lehren und Geheimnisse dieser Meiste kreisten dabei alle um das Prinzip von "Nachgeben ist Stärke" und trachteten nach dem hohen Ideal des BUDO (oder Bushido), dem Weg des Kriegers. Grundsätze, welche teilweise auch heute noch genau dem Geist des Kodokan-Judo entsprechen.
Die Gründung und Entwicklung des Kodokan:
Am 28. Oktober 1860 wurde, als dritter Sohn von Kano Jirosaku Mareshiba, KANO JIGORO in Mikage (in der Nähe von Kobe) in der Provinz Hyogo geboren.
Mit seiner Familie zog er 1871 nach Tokyo. Es war eine Zeit, da Japan einer ganzen Serie politischer und kultureller Veränderungen unterworfen war. Das Tokugawa-Shogunat war zusammengebrochen und die kaiserliche Herrschaft war wiederhergestellt worden. Als in diesen Jahren (1876) sogar den Samurai das Tragen von Schwertern verboten wurde, bedeutete dies auch den Niedergang der Kriegskünste. Viele Ju-Jitsu-Meister hatten neue Betätigungen zu suchen.
Bis zu seinem 18. Lebensjahr war Jigoro Kano von schwächlicher Gestalt. Er wurde oft von stärkeren Kameraden eingeschüchtert und geschlagen. In der Folge entschloss er sich, wie auch immer, alles zu unternehmen, um stark und kräftig zu werden. Daher wollte er Ju-Jitsu erlernen. Während dieser Zeit war es allerdings nicht gerade leicht, einen qualifizierten Lehrer zu finden. Schließlich traf er Teinosuke Yagi, welcher ihm gewisse Grundbegriffe dieser Kunst beibrachte. Daraufhin begann Jigoro Kano an zwei Ju-Jitsu-Schulen zu trainieren. 1877 nahm er bei Meister Fukuda Hachinosuke das Ju-Jitsu-Training der "Tenjin-shinyo-Ryu" auf, bei welchem er sich vorwiegend für Atemi-Waza und Katame-Waza interessierte. Später (1881) begann er das Ju-Jitsu der "Kito-Ryu", unter Meister likubo Tsunetoshi zu studieren, welches für Nage-Waza berühmt war.
Seine unermüdliche Energie befähigte ihn, in die tieferen Geheimnisse der beiden Schulen einzudringen. Dabei lernte er auch Techniken anderer Schulen kennen, suchte weitere Lehrer auf und beschäftigte sich mit dem Studium der "Densho" den geheimen schriftlichen Aufzeichnungen über die Kriegskünste. Beim Zusammenlegen aller Vorzüge der besten Techniken dieser verschiedenen Schulen, sowie durch Hinzufügen eigener Ideen, kam er zur Schaffung eines neuen Systems, das sowohl zum körperlichen und geistigen Training, wie auch zum Durchführen von Wettkämpfen geeignet war. Kano-Shihan (Shihan = Meister) nannte dieses System «KODOKAN-JUDO». Er selbst sagte: "Was ich lehre, ist nicht bloss Jitsu - Kunst oder Technik. Natürlich lehre ich Ju-Jitsu, - aber es ist «DO» (Weg oder Prinzip) worauf ich besonderen Wert legen möchte!". Aus diesem Grund entlehnte er den Begriff "Ju-Do" von einer einzigen Schule, bei der er gebraucht wurde, der "Jikishin-Ryu". Um sein System nun von der Jikishin-Ryu zu unterscheiden, nannte er es KODOKAN-JUDO, Judo welches im Kodokan gelehrt wird. (Kodokan = Halle zum Studium des „Weges").
Im Alter von 22 Jahren bezieht er im Mai 1882 sein erstes Dojo im Eisho-Tempel (12 Tatami!). Dies bedeutete die Gründung des Kodokan. Zu seinen ersten Schülern gehörten Tomita Tsunejiro, Higuchi Seiko, Arima Junshin, Saigo Shiro u.a. Gleichzeitig wurde J. Kano Dozent an der Gakushuin-Schule, der Schule für adelige in Tokyo.
Die folgenden Jahre verliefen sehr turbulent. Oft wurden seine Schüler von anderen (noch bestehenden) Ju-Jitsu-Ryu zum Kampf herausgefordert. Doch jedesmal konnte Kano-Shihan die Überlegenheit seines Systems beweisen. Zwei seiner Schüler waren besonders gefürchtet: Saigo Shiro (in Novellen besser bekannt als Sugata Sanshiro) mit seiner Spezialtechnik "Yama-arashi" und Yokoyama Sakujiro, bekannt als "Teufel" Yokoyama.
1909 wird Kano-Shihan Mitglied des Internationalen Olympischen Comités.
Dank steigender Popularität des Judo (und damit verbundenem grösseren Platzbedarf) musste der Kodokan insgesamt siebenmal umziehen, bis im Dezember 1919 ein grosses Dojo mit 514 Tatami bezogen werden konnte. 1930 fanden die 1. Alljapanischen Judo Meisterschaften statt.
Am 4. Mai 1938 erlag Kano-Shihan einer Lungenentzündung an Bord des japanischen Schiffes Hikawa-Maru auf dem Rückweg von Kairo, wo er an einer Konferenz des IOC teilgenommen hatte.
Jigoro Kano machte immer wieder auf den ausgeprägten moralischen und erzieherischen Wert seiner Kunst aufmerksam. So formulierte er auch seine Gedanken zu folgenden Leitmotiven im Judo "Sei Ryoku Zen 'Yo" und "Jita Kyoei": "Wende Deine Energie zum Guten" und "Wohlergehen für alle".

Jigoro Kano, der Gründer des Judo
Vorbemerkungen:
Die Judo-Fachworte stammen
aus der japanischen Sprache und bieten eine internationale
Verständigungsmöglichkeit für alle Judoka. Die japanischen Fachausdrücke haben
sich daher seit Jahrzehnten als allgemeine Bezeichnungen für die verschiedenen
Judotechniken bewährt. Nachdem man schon eine Judotechnik richtig erlernt hat,
sollte man daher auch die kleine Mühe auf sich nehmen, die japanische
Bezeichnung gleich mitzulernen. Spätestens als Danträger sollte man sich ohnehin
in der japanischen "Judofachsprache" auskennen.
Die japanische Schrift nutzt aus dem Chinesischen genommene Wortsymbole und
zusätzlich graphisch einfachere Zeichen für Hilf- oder Erleichterungsworte.
Zudem wurde für Ausländer eine einheitliche Umschreibung der Lautwerte mit
lateinischen Buchstaben geschaffen. Diese wird in der Judoliteratur benutzt.
Eine kleine Liste mit Fehlern die im Deutschen immer wieder gemacht werden:
.....
es gibt keine Groß-Klein-Schreibung im Japanischen.
.....
im japanischen wird das Ende des Wortes leicht betont, aber nicht der Anfang
man spricht z.B. gata-me nicht ga-ta-me.
.....
außerdem ist die Betonung fast nicht hörbar (melodisch statt rhytmisch wie im
Deutschen) man sollte versuchen so gleichmäßig wie möglich zu sprechen.
.....
es gibt keine Mehrzahlbildung durch Anhängen eines 's man spricht die Judoka,
nicht die Judoka's.
.....
ein K, H am Anfang eines Wortes wird in einer Wortverbindung zum G, B
es heißt Koshi ( die Hüfte ), aber auch Uki - Goshi ( die schwebende Hüfte ).
.....
es gibt fast keine direkte Zusammensetzung von Worten wenn man also Berg und See
zusammenschreibt, so kommt nicht Bergsee heraus, darum immer die Wörter auseinander schreiben.
Die
Aussprache von Buchstaben im Japanischen:
|
ai (tai) |
Gesprochen wie ei (tei) |
|
ch (uchi) |
Gesprochen wie tsch (utschi) |
|
e (nage) |
Gesprochen wie ee, gedehnt (nagee) |
|
ei (hantai) |
Gesprochen wie ee (hantee) |
|
g (nage) |
innerhalb eines Wortes gesprochen mit leicht nasal anklingendem n (nangee) |
|
ou (outen-jime, shi-hou-gatame) |
spricht man wie ein langes o |
|
j (judo) |
oft mit leicht anklingendem d gesprochen, stimmhaft (djudo) |
|
s (soto) |
gesprochen mit scharfem s (szoto) |
|
sh (ashi) |
wie sch gesprochen, stimmlos (aschi) |
|
w (waza) |
Gesprochen wie kurzes u (Uasa) |
|
y (yuko) |
am Silbenanfang gesprochen wie j (juko) |
|
z (waza) |
gesprochen mit weichem s (uasa) |
|
ai, ei, oi (seoi) |
Mit Betonung jedes einzelnen Vokales a- i, e-i, o-i (se-o-i) |
|
an, en (dan) |
Gesprochen kurz wie ann, enn (dann) |
Die japanischen Zahlen:
|
ichi |
1 |
|
ni |
2 |
|
san |
3 |
|
shi |
4 |
|
go |
5 |
|
roku |
6 |
|
shichi |
7 |
|
hachi |
8 |
|
kyu |
9 |
|
ju |
10 |
Wörterbuch:
|
A |
|
|
age |
nach oben heben, anheben |
|
ago |
Kinn |
|
aida |
Abstand, Distanz |
|
aiki |
Eine Art der Selbstverteidigung mit speziellen Prinzipien (wörtl. „Harmonie des Geistes“) |
|
aikido |
Der Weg des aiki |
|
aite |
Gegner, Partner |
|
arashi |
Gewitter, Sturm |
|
ashi |
Fuß, Bein |
|
ashi–waza |
Fußwürfe |
|
atama |
Haupt, Kopf |
|
ate |
Schlag, treffen |
|
atemi-waza |
Schlagtechniken |
|
awasete |
Zusammengenommen |
|
ayumi–ashi |
eine Art zu Gehen, bei der ein Fuß vor den anderen gesetzt wird |
|
B |
|
|
barai |
Fegen |
|
basami |
Schere |
|
bu |
Krieger |
|
budo |
Komplex der Kampfkünste in Japan |
|
bushido |
Ehrenkodex der Samurai, Ritterlichkeit |
|
butsukari |
gegenstoßen, permanenter Angriff |
|
C |
|
|
cesa |
Setzt euch! |
|
chikara |
Kraft, Stärke |
|
chitsai |
Klein |
|
chugairi |
Salto, Rolle vorwärts |
|
chui |
Bestrafung, entspricht yoku |
|
chusen |
losen |
|
D |
|
|
dachi |
Stellung, Position |
|
daki |
greifen, umarmen |
|
dan |
Meistergrad |
|
dashi |
hinaustun, beginnen |
|
de |
vorwärts, vorstellen |
|
do |
a)
Weg, Pfad usw. Dies Wort wurde in der Chinesischen und in der Japanischen
Philosophie benutzt im Sinne von einer Handlung im moralischen und ethischen
Sinne wie auch im einfachen physischen Sinne. Prof. Kano borgte sich dies
Wort aus dieser Quelle. |
|
dojime |
Beinschere |
|
dojo |
Ort zum Begreifen des Weges, Judohalle |
|
E |
|
|
ebi |
Languste |
|
eri |
Kragen |
|
F |
|
|
fumi |
treten, aufstampfen |
|
fumikomi |
hinaustreten, eindrehen |
|
furi |
ungünstig, schütteln |
|
fusegi |
Verteidigung, Abwehr |
|
fusen-gachi |
Sieg durch Nichtantreten des Gegners |
|
G |
|
|
gachi |
Sieg |
|
gaeshi |
Gegenangriff |
|
gake |
einhängen, haken |
|
gan |
Augen |
|
ganmen |
Gesicht |
|
garami |
gebeugt, gedreht |
|
gari |
Sichel, belastetes Bein wegziehen |
|
gatame |
unbeweglich machen, festhalten |
|
gatame-waza |
Schlüsselgrifftechniken |
|
geiko |
Übung |
|
genki |
Energetisch, lebhaft, aktiv |
|
giaku |
Umgekehrt |
|
gokyu |
die 40 Grundwürfe des Kodokan |
|
gonokata |
Arten der Stärke |
|
gonosen |
Kontern |
|
goshinjitsu |
Die Kunst der Selbstverteidigung (in allen ihren Formen). |
|
goshi |
Hüfte |
|
goshin |
Selbstverteidigung |
|
guruma |
Rad |
|
gyaku |
Umgekehrt |
|
H |
|
|
ha |
Flügel |
|
hadaka |
frei, nackt, Nacken |
|
hairikata |
Die Art, in eine Technik einzusteigen, sie zu beginnen. |
|
hajime |
Beginnt ! |
|
hakkoryu |
eine dem Aikido verwandte Jujutsu Schule |
|
hando |
Reaktion |
|
hane |
Flügel, Feder, auch Sprung |
|
hansoku-make |
schwere Bestrafung ( sofortiger Kampfabbruch ) |
|
hantei |
Kampfrichterentscheid |
|
happo-no-kuzushi |
Gleichgewichtbrechen in 8 Richtungen |
|
hara |
Körpermitte |
|
harai |
fegen, mähen |
|
harakiri |
Siehe à seppuku |
|
henka-waza |
veränderte Technik |
|
hidari |
Links |
|
hiki |
Ziehen |
|
hikiwake |
unentschieden |
|
hikkomi |
in die Bodenlage ziehen |
|
hikkomi–gaeshi |
erlaubte, aber nicht bewertete Übergänge zur Bodenlage |
|
hishigi |
Hebel |
|
hiza |
Knie |
|
hizi |
Ellenbogen |
|
hon |
Wurzel, Basis, Grundform |
|
hon–kesa–gatame |
Schärpen-Haltegriff |
|
hon-tai |
normale, aufrechte Körperhaltung |
|
I |
|
|
idori |
Sitzend, (im knien auszuführende Technik) |
|
ippon |
Punkt, Kampfwertung mit Sieg |
|
ippon-seoi-nage |
Punktschulterwurf, Schulterwurf an einem Arm |
|
iri |
einsteigen |
|
itsutsunokata |
Form der Fünf. |
|
J |
|
|
jigo |
Verteidigung, Abwehr |
|
jigotai |
Verteidigungshaltung ( Beine mehr als Schulterbreit ) |
|
jime |
Würgen |
|
jikan |
Zeit |
|
jita kyoyei |
Das Prinzip, dass der Fortschritt des Einzelnen die Gesellschaft als Ganzes verbessert. Gegenseitige Hilfe für den Wechselseitigen Fortschritt |
|
jitsu |
Technik, Griff, Kunst, List |
|
jo |
Platz, Stelle, Ort |
|
joseki |
Lehrerplatz, oberer Sitz |
|
ju (jiu) |
Nachgeben, sanft, ausweichen. Das Wort kommt aus der taoistischen Philosophie und verkörpert den Gegensatz zu hart, extrem und der Vernunft unzugänglich. Daher bezeichnet die Benutzung der Bezeichnung ju nicht sanft im Sinne von leicht, sondern eher im Sinne von vernünftig und effizient. Physische Aktion beim Judo ist weniger „leicht“ im Sinne von schwach, als ökonomisch, indem der Körper effizient genutzt wird und aktiv Vorteil aus allen Schwächen des Gegners gezogen wird, die man erkennt, so dass bei effizientem Einsatz der maximale Effekt erreicht wird. |
|
judo |
Eine Art des Ringens, bei der die Kämpfer Kleidung tragen. Die Kleidung und der Gürtel (der die Taille zweimal umschlingt) erlauben mehr Techniken. Die Kunst des judo bei der Nutzung von tachi waza (Standtechniken) und ne waza (Bodentechniken) erfordert Geschick, physische und mentale Stabilität (Fitness), die auf einen immer höheren Level gehoben werden. Bei den Gürtelprüfungen werden keine Zugeständnisse an Größe oder Gewicht gemacht, der Erfolg hängt einzig und allein vom Einsatz des Individuums ab. |
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judogi |
Judoanzug |
|
judoka |
Judokämpfer |
|
Juji |
Kreuz |
|
juji gatame |
Kreuzhebel |
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ju-jitsu |
Technik der Sanftheit, klassisches Selbstverteidigungssystem |
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junokata |
Die Form der “Sanftheit” zeigt die Prinzipien des Nachgebens. |
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Jushin |
Schwerpunkt |
|
Jutsu |
Kunst, Meisterschaft |
|
K |
|
|
kachi (-gachi) |
Sieg, gewinnen |
|
kaeshi (-gaeshi) |
Gegenwurf, kontern |
|
kaeshi-waza |
Gegenwürfe, Kontertechnik |
|
kagami |
Vorbild, Spiegel |
|
kagato |
Hacken, Ferse |
|
kai (kwai) |
Gesellschaft, Klub |
|
kaisetsu |
Kommentar, Lehrsystem |
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kakae |
tragen, heben |
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kakari-geiko |
spezieller Übungskampf gegen mehrere Gegner |
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kake |
Wurfausführung |
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kaku (gaku) |
Ein Winkel |
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kami |
oberhalb, obenauf, vom Kopf her |
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kami-shiho-gatame |
Kopfvierer, vom Kopf unter den Armen in den Gürtel greifen und vier Punkte kontrollieren |
|
kamiza |
Ehrenplatz, Sitz der Götter |
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kan |
Kälte |
|
kani |
Krebs |
|
kannuki |
Quer |
|
kansetsu |
Gelenk |
|
kansetsu – waza |
Gelenkhebel |
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kao |
Gesicht |
|
karate |
(wörtl. “mit leeren Händen”) ein System ohne Waffen zu kämpfen, indem mit Händen, Füßen, Ellenbogen u.s.w. zugeschlagen wird. |
|
karatedo |
Der „Weg“ des Karate |
|
kashira (-gashira) |
Haupt, Kopf, oben |
|
kata |
a) Form.
Eine stilisierte
Gruppe von Techniken, die genutzt werden, um des Übenden Haltung, Balance
und Verständnisder verschiedenen Judotechniken zu schulen. |
|
kata – ha |
ein Flügel, Körperseite |
|
katai |
Hart |
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katame (-gatame) |
unbeweglich machen |
|
katame-waza |
Grifftechnik |
|
katate |
eine Hand, einhändig |
|
ke |
Haare |
|
keiko (-geiko) |
Training, Übung, Übungsform |
|
keikoku |
Bestrafung : entspricht Waza - Ari |
|
kempo |
System der Zweikampfsportarten |
|
ken |
Schwert |
|
kendo |
Der “Weg” des Schwertes (japanisches zweihändiges Fechten) |
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kenka |
Streit |
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kenka yotsu |
gegengleiche Auslage(z.B. Rechts - gegen Linkskämpfer) |
|
ken-ken |
springen, nachhüpfen |
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kensui |
sich anhängen |
|
keri (-geri) |
mit dem Fuß stoßen, treten, kicken |
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kesa (-gesa) |
Die Kleidung (Chorrock) eines Buddhistischen Mönches, die diagonal um den Körper gewickelt getragen wird. Daher auch der Name der Technik kesagatame, die in freier Übersetzung als „Schulterschärpe“ bekannt ist. |
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ki |
Psychische Energie, die angeblich im saikatanden (unterer Bereich des Abdiomens) zentriert ist. |
|
kiai |
Kampfschrei |
|
kiken |
Aufgabe |
|
kiken-gachi |
Sieg durch Aufgabe des Gegners |
|
kime |
Grundlage, Fundament , bestimmen, beeinflussen, entschlossen |
|
kimenokata |
Form der Entscheidung, eine Kata des Selbstschutzes |
|
kimono |
Jacke |
|
kinsa |
niedrigstes technisches Resultat |
|
kirezu |
Erhebt euch! |
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kiri |
schneiden, spalten |
|
ko |
a)
klein, gering |
|
kodokan |
Das “Judo – Hauptquartier” in Japan (Tokyo), gegründet von Jigoro Kano |
|
kobushi |
Faust |
|
kogan |
Geschlechtsteile, Hoden |
|
kogo |
abwechselnd, gegenseitig, alternativ |
|
koka |
Bewertung, kleiner technischer Vorteil |
|
komi |
Innen |
|
koshi (-goshi) |
Hüfte |
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koshi-waza |
Hüfttechniken |
|
koshi-guruma |
Hüftwurf, über die Hüfte ein Rad schlagen lassen |
|
ko-soto-gake |
kleines äußeres einhängen |
|
ko-uchi-barai |
kleines fegen von innen |
|
ko-uchi-gari |
kleine Innensichel |
|
koshiki |
alt, der alte Stil |
|
kote |
Außenseite, der Hand, Elle |
|
koten |
alte Lehre, Klassiker |
|
kuatsu (kwatsu) |
Wiederbelebungstechnik |
|
kubi |
Kopf, Nacken, Genick |
|
kuki |
Luft |
|
kumi |
nehmen, ergreifen |
|
kumi – kata |
die Art, den Judogi zu fassen |
|
kuruma (-guruma) |
a)
Rad (z.B. oguruma = Großes Rad) |
|
kuzure |
Abart, Variante |
|
kuzushi |
Wurfvorbereitung, Anriß, gebrochene Balance |
|
kyo |
Gruppe, Stufe, Schülergrad |
|
kyu |
Stufe, Schülergrad |
|
M |
|
|
ma |
Gerade |
|
mae |
Vorwärts |
|
mae-ukemi |
vorwärts Fallen |
|
maitta |
"Ich gebe auf" |
|
maki |
rollen, drehen |
|
maki-komi |
hineindrehen und mitfallen |
|
makura |
Kissen, Kopfkissen |
|
ma-sutemi-waza |
|